Kategorie: Tipps & Tricks

Lightpainting

Lightpainting

Lightpainting

Sicher habt ihr schon Fotos gesehen, die so aussehen als hätte jemand mit einem Stift in die Luft gemalt. Diese Technik bezeichnet man als Lightpainting. Allerdings zählen auch Stahlwolle-Fotografie und Langzeitbelichtungen an Straßen zum Genre des Lightpainting. In diesem Artikel werde ich euch erläutern was ihr braucht und beachten müsst, um Fotos im Lightpainting-Stil zu machen.

Langzeitbelichtung an Straßen

 

Am Anfang komme ich zur einfachsten Art des Lightpaintings, der Langzeitbelichtung an Straßen. Für diese Art, wie auch für alle anderen Typen, ist die wichtigste Regel immer ein Stativ dabei zu haben. Dies ist wichtig damit die Bilder nicht ungewollt verwackeln, oder die Linien anders verlaufen als es geplant ist. Am besten wäre auch ein Fernauslöser. Falls man sich nicht extra einen kaufen will reicht natürlich auch der Selbstauslöser der Kamera. Für das Fotografieren an Straßen ist natürlich Vorsicht geboten. Denn wo Autos fahren ist es immer  gefährlich und man sollte auf gar keinen Fall auf die Fahrbahn laufen. Als sichere Orte bieten sich immer Autobahnbrücken mit einem Gehweg an. Dort kann einem nichts passieren und man kann tolle Bilder machen.

Als erstes sollte man die Kamera sicher auf dem Stativ befestigen und sich dann einen Punkt suchen den man fokussieren möchte. Dabei sollte natürlich mit einer hohen Blendenzahl gearbeitet werden. Wenn das geschehen ist sollte man eine lange Belichtungszeit einstellen. Werte bis zu mehreren Minuten sind dabei nicht ungewöhnlich. Allerdings hängt die Belichtungsdauer auch von der Umgebungshelligkeit ab. Sollte man tagsüber fotografieren empfiehlt es sich daher einen ND-Filter zu benutzen. Denn ansonsten wirken die Bilder völlig überbelichtet. Dann kann man einfach mal ein wenig herumexperimentieren und für sich selbst festlegen welche Belichtungszeit einem selbst am besten gefällt.

Das geht natürlich auch mit einem Feuerwerk.

 

„Klassisches“ Lightpainting

Nun komme ich zum klassischen Lightpainting bei dem Formen oder Muster in die Luft „gemalt“ werden können. Bei dieser Art des Lightpainting kommt es darauf an, sich vorher einen Plan gemacht zu haben. Am besten sollte man die Bewegungen auch schon geübt haben. Natürlich sollte man auch ein paar Probeaufnahmen machen um herauszufinden, wie schnell man sich bewegen muss und wie lange die Belichtungszeit eingestellt sein sollte. Als Leuchtmittel eignen sich eigentlich alle Taschenlampen sowie Wunderkerzen  oder Feuerzeuge, also quasi alles was leuchtet. Diese Art des Lightpaintings ist die schwierigste denn man muss sich vorher einen genauen Plan gemacht haben wie das Bild aussehen soll. Dabei sollte man natürlich bedenken, dass man sich nicht zwischen Kamera und Licht stellt. Aus diesem Grund muss man die Bewegung spiegelverkehrt ausführen. Man sollte wie auch bei den Langzeitbelichtungen unbedingt mit Stativ fotografieren und gegebenenfalls mit Fernauslöser. Dafür kann man so gut wie alle Formen darstellen, oder auch schreiben.

Stahlwolle-Fotografie

Diese Art ist wohl der gefährlichste Stil innerhalb des Lightpaintings. Bei ihm geht es darum Stahlwolle anzuzünden und den Funkenflug zu fotografieren. Stahlwolle gibt es in jedem Baumarkt für wenige Euros zu kaufen. Bei der Wahl der Stahlwolle sollte man darauf achten, dass sie keine Zusatzstoffe enthält. Am einfachsten ist es, die entzündete Stahlwolle in einen Schneebesen zu tun, und diesen an ein Band zu binden. Dieses Band kann man dann um sich schleudern und so entsteht der klassische Funkenflug. Auch dort kann man Formen entstehen lassen indem man sich zum Beispiel in einen Tunnel oder unter eine Brücke stellt. Allerdings muss man besonders im Sommer aufpassen wohin die Funken fliegen. Denn wenn alles trocken ist können die Funken sehr leicht Pflanzen oder Holz entzünden. Es ist also besondere Vorsicht geboten denn natürlich kann man sich mit den Funken auch selbst treffen und verletzen. Auch hier sind wieder ein Stativ und der Fernauslöser vonnöten. Bei dieser Art der Fotografie sollte die Blende nicht größer als f/11 gewählt werden und die Belichtungszeit sollte eine Minute nicht überschreiten.

 

 

 

Wie man sieht kann man mit Lightpainting also auf viele Arten schöne Bilder machen. Dabei sollte man allerdings immer aufmerksam sein um niemanden zu verletzen oder selbst verletzt zu werden. Trotzdem ist es jedem zu empfehlen einmal selbst zu probieren ob einem Lightpainting liegt oder nicht. Falls sich jemand weitere solcher Werke ansehen will, gibt es Augustin Cross, einen guten Fotografen der sich auf diese Art von Bildern spezialisiert hat (Instagram: crossartstudio).

 

Lost Places fotografieren

Lost Places fotografieren

Lost Places fotografieren

In diesem Artikel werde ich euch Tipps geben zum Lost Places fotografieren und euch sagen was ihr beachten solltet. Denn schließlich sollte man nicht einfach auf ein Gelände laufen und dort wild herumfotografieren. Falls ihr nicht wisst wo es in eurer Nähe Lost Places gibt in denen ihr fotografieren könnt, dann informiert euch hier, dort sind eine Menge Lost Places aufgelistet in denen ihr mit Erlaubnis der Eigentümer fotografieren könnt.

 

Der wichtigste Punkt den es zu beachten gilt, ist die Erlaubnis der Besitzer einzuholen. Denn in den allermeisten Fällen gehören diese verlassenen Gelände und Gebäude jemandem. An Lost Places besteht oftVerletzungsgefahr, weil es passieren kann, dass Teile der Gebäude einstürzen. Deshalb ist das Betreten dieser Gelände immer gefährlich. Man sollte also aufpassen wo man hintritt oder anfässt und im Allgemeinen mehr auf seine Sicherheit achten. Auch sollte man in diesen Gebäuden nichts verändern, sondern alles an dem Ort lassen an dem man es vorgefunden hat.

Motive

Die Motive die man  an solchen Orten fotografieren kann variieren sehr stark. Zwischen Makroaufnahmen von alten Schrauben, Türklinken und ähnlichem, über Totalen von Gebäuden, einzelnen Räumen oder Wänden, bis hin zu Modell- oder Portraitaufnahmen lässt sich dort alles prima fotografieren. Die zerfallenen Wände in alten Gebäuden bieten immer einen spannenden Hintergrund. Denn grade diese oft völlig zerfallenen Mauerstücken an denen oft farbige Graffitis zu finden sind, wirken auf Portraits sehr schön.

 

Auch wenn es sich sehr anbietet ist die Totale nicht immer die beste Wahl für den Bildausschnitt. Manchmal bietet es sich auch an nur ein Motiv wie z.B. ein Waschbecken scharf darzustellen und den Hintergrund unscharf zu lassen. Um auch in dunklen Räumen gute Bilder machen zu können sollte man auch bei der Lost Places Fotografie nicht vergessen ein Stativ einzupacken um auch bei längeren Belichtungszeiten scharfe und unverwackelte Bilder zu erzielen. Die Blende sollte natürlich so gewählt werden, dass der Bereich den man scharf abbilden will auch scharf ist, denn nicht immer sehen Bilder gut aus wenn alle Bereiche scharf abgebildet sind. Manchmal wirken besondere Details besser, wenn man nur sie scharf stellt, und den Hintergrund in einem Bokeh verschwimmen lässt. Den ISO-Wert sollte man, wenn man sowieso ein Stativ dabei hat nach Möglichkeit niedrig halten. So vermeidet man unnötiges Rauschen.