Kategorie: Grundlagen

Was ist der Cropfaktor?

Was ist der Cropfaktor?

Cropfaktor

Über diesen Begriff ist zwangsläufig jeder schon einmal gestolpert der sich ernsthaft über das Thema Fotografie informiert hat. Doch was genau ist der Cropfaktor und was sagt er aus? Ist er wirklich nur schlecht oder kann ich ihn auch zu meinem Vorteil nutzen? Auf diese und weitere Fragen wird dieser Artikel Antworten geben.
Verwendet man ein analoges Objektiv an einer digitalen Kamera, tritt der Formatfaktor, oder auch Cropfaktor auf. Früher waren Objektive auf den Kleinbildfilm ausgelegt dessen Format 24×36 mm war. Dieses Format wird auch als Vollformat bezeichnet und die Sensoren in diesem Format als Vollformatsensoren. Haben diese Sensoren ein kleineres Format, landet ein Teil des projizierten Bildes außerhalb des Sensors. Deshalb würde auch eigentlich der Begriff Brennweitenverlängerung besser passen, denn das Motiv wirkt nun größer. Dieser ist faktisch natürlich falsch, beschreibt aber gut den optischen Effekt.

 

Durch die Effekte des Cropfaktors werden störende Elemente am Rand nun ausgeblendet. Auch können durch den genannten Effekt die Brennweiten rechnerisch natürlich verlängert werden.

Beispiel

Benutzt man ein analoges 28- 70mm Objektiv auf einer Kamera mit einem Sensor mit Cropfaktor von 1,5 verändert sich die Brennweite rechnerisch. Die 28mm die normalerweise einen typischen Weitwinkeleffekt hätten, werden somit zu 42mm und der Effekt geht verloren. Die 70mm würden zu 105mm werden und so optisch zu einem Teleobjektiv werden. Wichtig zu sagen ist natürlich, dass sich die Brennweite nicht physikalisch, sondern nur rechnerisch ändert.